Versteh einer dieses Gezwitscher.

Als ich zum ersten Mal etwas über Twitter hörte und laß, war es mir gleich suspekt. Ich gab diesem neusten Webzwonull-Spielzeug nicht länger als ein halbes Jahr. Auch konnte ich es nicht verstehen, wo drin der Mehrwert und vor allem Sinn besteht, von jemanden seine aktuellen Gedanken/Tätigkeiten zu lesen und das alles dann auch nur noch in 140 Zeichen gequetscht. Hallo? Wir leben im 21. Jahrhundert. Was war ich froh, als damals der technische SMS-Rahmen von 160 Zeichen gesprengt wurde.

Mittlerweile ist dieses Phänomen aber zu weit verbreitet, dass man es ignorieren könnte. Auch bei eXp.de, dem total perversen Online-Spielemagazin für das ich schreibe (Okay, momentan schreibe ich da ehr weniger mit), haben wir in dieser Richtung etwas unternommen. Ab sofort könnt ihr direkt den 140-Zeichen-Wahnsinn der eXp-Redakteure folgen.  Direkt per Plugin mit unserer Großhirnrinde verbunden, kommen nun regelmäßig die besten Ideen aus der Redaktion ins Netz. 140 Zeichen reichen auch völlig, weil umfangreicher denken wir  nicht. Wer mit diesem Schnickschnack etwas anfangen kann, folgt uns unter expde.

Aber kann mir Fossil (so komme ich mir bei diesem Gimmick echt vor) jemand erklären, wo der Sinn in Twitter liegt? Warum liest man da mit? Ist das ein Zeichen, das ich alt werde? Aber gut, auch bei der Bloggerei bin ich ja 8 Jahre zu spät eingestiegen. Vielleicht bin ich in sowas einfach nur ein Spätzünder. Immerhin habe ich auch schon mal meinen eigenen Tweet @freizeitheld eingerichtet. Auch wenn ich überhaupt keinen Schimmer habe, was ich damit anfangen könnte.

~ von freizeitheld am 18/05/2009.

Eine Antwort to “Versteh einer dieses Gezwitscher.”

  1. Du musst dir die „richtigen“ (für dich passenden) Leute aussuchen, denen du followst, dann ergibt sich der Sinn von ganz allein. Da du in der Medienbranche bist (wie knapp die Hälfte der Twitter-User auch), wirst du dort sicher den einen oder anderen Zwitscherer finden, der dich mit interessanten Tweets versorgt oder Geheimtipps für dich parat hat.
    Leider glauben viele Leute, das „Außergewöhnliche“ und „Sensationelle“ an Twitter ist, es privat zu nutzen und der Welt mitzuteilen, dass die Katze Schnupfen hat oder der Nachwuchs den ersten Zahn bekommt. Darum gehts natürlich nicht (primär – ich mache es aber auch des öfteren). Es geht darum, Gleichgesinnte auf der ganzen Welt zu finden und sich in kurzen Nachrichten (meist mit Links) auszutauschen. Also interessante Artikel zu posten, Fragen zu stellen und zu beantworten, sogar Diskussionen zu führen. Sieh’s dir an. Wenn du nicht in die Privat-Gezwitscher-Falle tappst, wird es dir sicher Spaß machen und dir viel bringen!
    Liebe Grüße,
    Kathiza

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