Star Trek und der unbekannte Abrams-Faktor

Weiß nicht, wann genau J. J. Abrams zu solch einer Ehre kam und als Hoffnungsträger-Hollywoods und zum Blockbuster-Garant erklärt wurde, aber mit seinen bisherigen Kinofilmen als Regisseur hat er mich bisher enttäuscht. Die Trailer seiner Filme waren immer richtige Appetithappen, die einen gierig auf das fertige Stück Zelloloid machten. (sofern er noch auf Zelloloid gedreht hat) Seine fertigen Produkte konnten die Erwartungshaltungen dann aber nicht mal im Ansatz erfüllen.
Die virale Kampagne zu Cloverfield war noch das unterhaltsamste an der Wackel-Zerstörung und von MI:3 waren auch gerade mal die fünf bis zehn Minuten sehenswert, in denen Philip Seymour Hoffmann im Bild war und mehr als zwei Sätze sagen durfte. Vielleicht liegt der Abrams-Faktor einfach an seinen Leistungen im TV. Die Serien Alias und LOST wurden in allen Bereichen hoch gelobt. Alias habe ich zwar nicht gesehen, (soll gut sein!?) von LOST war bin ich ein großer Fan, Nur schleicht sich mir hier auch ein wenig Abrams-Faktor ein. Ich bin aktuell etwas unentschlossen, ob die Serie grandios ist oder einfach nur großer Blödsinn mit vielen kleinen Storyhappen ohne Sinn und Verstand (Wissenstand Ende der vierten Staffel).
Nun ja, zurück zum Kino-Abrams. Er hat ja nun den Auftrag, das mittlerweile von den Studiobossen ungeliebte Star Trek Franchise wiederbeleben. Grundsätzlich eine undankbare Arbeit, in der heutigen Zeit. Eigentlich kann man hier nur an allen Fronten verlieren. J. J. Abrams muss ein größenwahnsinniger mutiger Mann sein. Man sollte noch wissen, dass ich ein großer Star Trek Fan bin war, dessen treue Fan-Flamme zum Ende von Voyager irgendwie ausbrannte. Außerdem hat man es mir damals im Kino einfach gemacht, Star Trek nicht mehr zu mögen. Mit Ausnahme von First Contact war alles nach Undiscovered Country unausgegorener Tribble-A-A.
Der allererste Teaser zum neuen Star-Trek-Film, der eigentlich gar nichts zeigte, war dann wiederum aufregend anzuschauen. Der darauffolgende aussagekräftigere Trailer zu Star Trek 11 ließ mich dann mit sehr gemischten Gefühlen zurück. Alibi-Piff-Paff, schnelle Schnitte, das Brückensetting quitschig bunt und die Schauspieler größtenteils wie aus einer Soap zusammen geschnippelt.
Star Trek 90210 war auch mein erster Gedanke (Klicken!).
Mit dem neusten März-Trailer sind die ganzen bösen Gedanken aber erstmal alle wieder weggewischt. Ich bin gespannt. Hoffe nur, dass der oben erwähnte Abrams-Faktor diesmal nicht zutreffend ist.

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